
Begleitung am Lebensende
Abschiednehmen von einer nahestehenden Person kann eine besondere Herausforderung sein. Den letzten Wegabschnitt gemeinsam zu gehen kann auch eine Erfahrung von Frieden und Erfüllung sein.
Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie in dieser Zeit Begleitung wünschen. Es ist möglich, dem Sterbenden einen Segen zuzusprechen oder ein letztes gemeinsames Abendmahl zu feiern.
Wenn jemand zuhause verstirbt haben Sie noch genug Zeit, in Ruhe Abschied zu nehmen. Bis zu 36 Stunden darf ein Verstorbener zuhause bleiben, bevor ein Bestattungsunternehmen den Toten abholt. Auch in dieser Zeit ist eine geistliche Begleitung möglich.
Bestattung
Der Tod nimmt uns einen Menschen, der uns nahe stand. Oft hinterlässt der Verlust eine große Lücke. Die Angehörigen müssen sich in eine neue Situation hineinfinden. Wir selbst werden konfrontiert mit der Endlichkeit unseres Lebens. Die kirchliche Bestattung nimmt das auf und hilft zu begreifen, was der Tod für das Leben bedeutet.
Die Trauerfeier mit anschließender Bestattung will den Trauernden helfen, einen guten Abschied zu gestalten. Es wird an die verstorbene Person erinnert, Stationen ihres Lebens werden genannt und manches, was sie als Person ausgezeichnet hat. Gutes und Schwieriges hat hier Raum, soweit es für die Öffentlichkeit bestimmt ist. Wir vergegenwärtigen uns, wie dieser Mensch gewesen ist und was er uns in unserem Leben bedeutet und gegeben hat. So holen wir ihn noch einmal bewusst in unsere Mitte. Die Bestattung ist Ausdruck der Liebe und Achtung.
Im Hören auf die biblische Botschaft, aber auch durch Gebete und Lieder, wenden wir uns Gott zu und suchen Trost. Trost, der über unser Leben hinaussieht und das Leben und den Tod des Verstorbenen wie auch das eigene Leben in den weiten Horizont Gottes stellt. Den Verstorbenen und sein Leben legen wir zurück in Gottes Hände. Wir tun dies im Bewusstsein, dass alle unsere Wege in Gottes Liebe enden.
Wir geben der Trauer den Raum, den sie braucht. Wir suchen für uns bei Gott Lebenszuversicht zu gewinnen, die uns Kraft gibt für unser Leben. Die Hoffnung gründet sich in dem Vertrauen auf den Gott, der Tote lebendig macht. Mit der Auferstehung Jesu hat diese Hoffnung einen festen Grund.
Die Entscheidung über eine Erdbestattung oder eine Feuerbestattung liegt in Ihrem Ermessen und Ihren finanziellen Möglichkeiten. Oftmals hat auch der Verstorbene selbst Wünsche geäußert oder Vorgaben gemacht. Theologisch ist gegen beide Bestattungsarten nichts einzuwenden.
Meist ist das Bestattungsunternehmen der erste Ansprechpartner. Es regelt praktische Fragen wie Termin und Ort der Bestattung und klärt dies mit dem Pfarramt und der Stadt ab.
Kirchlich bestattet werden Kirchenmitglieder. Es gibt aber Ausnahmen: Unter bestimmten und begründeten Umständen ist auch die Bestattung einer Person möglich, die nicht der evangelischen Kirche angehörte.
Das Gleiche gilt für Personen, die einer anderen Kirche angehören. Dies muss mit dem zuständigen Pfarramt abgesprochen sein.
Die kirchliche Trauerfeier mit Bestattung ist kostenlos. Auch wenn ein*e Organist*in gewünscht wird, trägt dies die Kirchengemeinde.
Im Falle des Todes eines Angehörigen setzen Sie sich bitte mit dem Pfarrbüro in Verbindung und vereinbaren einen Gesprächstermin.



